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...oder gleich das benötigte Öl aus Slowenien, Mazedonien oder Griechenland zu importieren

Ungewiß bleibt bei alldem, wieviel der Wiederaufbau der serbischen Industrie kosten wird. Die Ölindustrie, das Rückgrat der serbischen Wirtschaft, ist stark getroffen: Die Raffinerien in Pancevo und Novi Sad mit einer Jahresproduktion von zusammen 8,4 Millionen Tonnen Öl sind weitgehend zerstört.

Nun sei es unwahrscheinlich, daß sie nach dem Vorbild von einst wieder aufgebaut würden, sagt Thomas Ukert vom Erdöl-Energie-Informationsdienst. Die Branche habe ohnehin vor hohen Investitionen gestanden, um sich westlichem Standard anzupassen. Wie bei vielen Bauvorhaben könnte es billiger sein, die zerstörten Raffinerien neu aufzubauen, als unzerstörte zu modernisieren", so Ukert.

Die Investitionssumme wird gewaltig sein. Zum Vergleich zieht Ukert ein deutsches Beispiel heran: Die Elf-Aquitaine Raffinerie in Leuna bei Leipzig hat 9,5 Milliarden Mark gekostet und produziert mit neun Millionen Tonnen pro Jahr nur etwas mehr als einst die beiden jugoslawischen Raffinerien. "Billiger wäre es, die Raffinerien kleiner wieder zu errichten oder gleich das benötigte Öl aus Slowenien, Mazedonien oder Griechenland zu importieren."

Aus: Darmstädter Echo vom 5.6.1999


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• Autor: DKP Hessen •



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