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Aktenvermerk über eine Besprechung im Reichswirtschaftsministerium am 16. August 1940 (Auszüge)

Nach einer Entscheidung des Reichsmarschalls soll die Schaffung der Großraumwirtschaft auch mit Mitteln der Privatwirtschaft erreicht werden. Notwendig ist der Erwerb der franz[ösischen] und engl[ischen] Kapitalbeteiligungen in Rumänien (Mineralölunternehmen), in Jugoslawien (Bergbaubetriebe), in Ungarn sowie in den besetzten Gebieten, ferner aber auch in Spanien und in der Türkei...

Die erworbenen Beteiligungen sollen in Deutschland zentral aufgefangen werden, da zur Zeit noch keine Entscheidung darüber möglich ist, wem die Beteiligungen zufallen. Die spätere Verteilung der Beteiligungen soll sich in erster Linie nach privatwirtschaftlichen Gesichtspunkten richten. Der Erwerber hat gegen Übernahme der Beteiligung ein entsprechendes Entgelt zu zahlen. Für die Zwischenzeit erschien es am zweckmäßigsten, wenn die erworbenen Beteiligungen von einer Bank aufgefangen und für das Reich gehalten werden.

In der Sitzung wurde erwähnt, daß es bereits in einigen Fällen gelungen ist, über die Bestellung von Treuhändern in den besetzten Gebieten die tatsächliche Leitung von Unternehmen in den Niederlanden und in Südosteuropa (z. B. Mines de Bor in Jugoslawien) in deutsche Hand zu bringen.

Vollständiger Text in: Anatomie der Aggression, S. 87


http://www.dkp-hessen.de/
• Autor: DKP Hessen •



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