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Kommunisten aus Hessen |
Eine kleine Auswahl von Kommunisten aus Hessen zur Erinnerung
Emil Carlebach
1914 in Frankfurt/Main geboren, trat früh der KPD bei, Blockältester im KZ Buchenwald, 1945 - 1947 Herausgeber und Chefredakteur der "Frankfurter Rundschau", Abgeordneter des Hessischen Landtages (KPD), Mitautor der Hessischen Verfassung, DKP-Mitglied
Ria Deeg
1907 in der Nähe von Wetzlar geboren, arbeitete im Widerstand gegen den Faschismus, nach 1945 war sie in der Friedensbewegung aktiv und war Stadtverordnete in Gießen
Walter Fisch
1910 in Heidelberg geboren, Mitglied und leitende Funktionen in KJVD und KPD. Fisch setzte sich für die Aktionseinheit der Arbeiterklasse gegen die drohende faschistische Gefahr ein. Im März 1933 zusammen mit Albert Kuntz verhaftet und schwer mißhandelt. In der Emigration für KPD und Rote Hilfe tätig.
Georg Fröba
1896 in Bayreuth geboren, 1927-1933 KPD-Abgeordneter im Darmstädter Stadtrat, 1933 mehrere Verhaftungen, Zuchthausaufenthalt, 1936-1942 Aufbau einer illegalen KPD-Organisation im Kreis Darmstadt, 1942 Verhaftung, 1944 Verurteilung und Hinrichtung.
Ettie und Peter Gingold
Ettie und Peter wurden von den Nazis aus rassischen und politischen Gründen verfolgt, lernten sich 1936 im Exil in Paris kennen. Während des Krieges kämpften sie in der französischen Resistance. Peter Gingold ist Bundessprecher der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschistlnnen (VVN/BdA).
Wilhelm Hammann
Hessischer Landtagsabgeordneter der KPD vor 1933. 1933 verhaftet, Zuchthaus Rockenberg, 1938 Konzentrationslager Buchenwald. Dort Blockältester im Kinderblock 8, er rettete 159 jüdischen Kindern das Leben. Am 11. April 1945 konnte er "seine" Kinder in die Freiheit führen, nach 1945 Landrat in Hessen.
Albert Kuntz
Geboren am 4. Dezember 1896, ab 1928 der jüngste Bezirksleiter der KPD Hessen, 1931 preußischer Landtagsabgeordneter, 1933 mehrere Verhaftungen, Zuchthausaufenthalte, 1937 KZ Buchenwald, Januar 1945 ermordet im Außenlager "Dora".
Traugott Liesem
Jahrgang 1912, Antifa-Jugendarbeit bis zur Verhaftung 1933, Zuchthausaufenthalt, Zwangsarbeit KZ Außenlager, Bataillon 999 in Afrika, Kommunist und Gewerkschafter. Mit seinen 86 Jahren noch bei allen Aktionen (Ostermarsch, Pressefest) dabei.
Oskar Müller
1896 in Wohlau/Schlesien geboren. 1918 in den Soldatenrat gewählt. Ab 1924 in der KPD Hessen der KPD zuständig für die Gewerkschaften. Mitglied des preußischen Landtags. 1933 Verhaftung, Zuchthaus und Konzentrationslager. In Dachau bewährte er sich als Lagerätester. Im Oktober 1945 setzten die Amerikaner ihn als Hessischer Minister für Arbeit und Wohlfahrt unter Ministerpräsident Geiler ein.
Fritz Selbmann
1899 in Lauterbach (Vogelsbergkreis) geboren. KPD-Reichstagsabgeordneter und politischer Sekretär in den Bezirken Oberschlesien und Sachsen. 12 Jahre in faschistischen Kerkern. Nach der Befreiung vom Faschismus hatte er in der DDR hohe Funktionen inne. Bis zu seinem Tod (1975) lebte er als freischaffender Schriftsteller in Berlin.
Lore Wolf
Jahrgang 1900, in der Naturfreundebewegung und der Sozialistischen Arbeiterjugend tätig. Illegale antifaschistische Tätigkeit für die KPD und die Rote Hilfe, 1940 verhaftet und zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach 1945 stellvertretende Leiterin der Betreuungsstelle für politisch, rassisch und religiös Verfolgte des Naziregimes und Mitglied des beratenden Landesausschusses Großhessen. Danach als Journalistin und Autorin tätig.
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