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Date(s) - 05/02/2019
19:00 - 22:00

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Buchvorstellung und Diskussionsveranstaltung mit Bernd Langer
Im Jahr 1919 entwickelt sich im Deutschen Reich ein Bürgerkrieg, der
nicht als solcher in den Geschichtsbüchern verzeichnet ist. Wie kommt es
dazu?
Mit Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 radikalisieren sich die sozialen
Verhältnisse. Weil die SPD den Kriegskurs des Kaiserreiches mitträgt,
spaltet sich die Partei und es entsteht die Unabhängige
Sozialdemokratie. Auftrieb erhält die Antikriegsstimmung durch die
Revolution in Russland 1917. Doch erst mit der militärischen Niederlage
bricht das Kaiserreich 1918 zusammen, und ein Matrosenaufstand in Kiel
wird zum Auslöser der Novemberrevolution.
Der zunächst friedliche Verlauf ist bald von blutigen Konfrontationen
überschattet. Während die radikalen Kräfte die Sozialisierung der
Industrie und die Räte-Republik wollen, verteidigen die SPD und andere
bürgerliche Parteien die kapitalistischen Besitzverhältnisse mit Hilfe
der Freikorps.

Detailreich und lebendig wird in diesem Buch die Geschichte jener Tage
erzählt, die eine grundlegende politische Weichenstellung bedeuten. Denn
die weltweite Spaltung in Kommunistische Parteien mit revolutionärem
Anspruch einerseits und eine reformistische Sozialdemokratie
andererseits sowie die verhängnisvolle Entwicklung am Vorabend des
Faschismus sind ohne diese Ereignisse nicht zu begreifen.
Veranstalter: DGB, ARAG, DKP