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Datum/Zeit
Date(s) - 18/06/2018
19:00 - 22:00

Veranstaltungsort
Hörsaalgebäude

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Vortrag und Diskussion mit Axel Gehring

Am 24. Juni 2018 finden in der Türkei Parlaments- und
Präsidentschaftswahlen statt – inmitten eines Klimas der Repression:
Noch immer gilt in der Türkei der Ausnahmezustand, der nach dem
Putschversuch vor fast zwei Jahren verhängt wurde. Zahlreiche
Oppositionelle und kritische JournalistInnen sind in Haft oder ins Exil
getrieben worden – auch der ehemalige Vorsitzende der prokurdischen HDP
bestreitet seine Präsidentschaftskandidatur von einer Gefängniszelle
aus. Mit dem türkischen Angriffskrieg gegen den kurdischen Kanton Afrin
in Nordyrien konnten Präsident Erdogan und seine Partei AKP zudem im
Februar und März ein großes nationalistisches Potential mobilisieren.
Gleichwohl bewerten kritische Beobachter*innen den vorgezogenen
Wahltermin nicht als Zeichen der Stärke: Die Syrien-Strategie Erdogans
war insgesamt nicht erfolgreich. Der Kursverfall der türkischen Währung
deutet auf eine manifeste Wirtschaftskrise hin. Trotz aller Repression
gibt es aus der Bevölkerung immer wieder Signale des Widerstands, die
deutlich machen, dass die AKP keineswegs das ganze Land hinter sich
weiß.
Wie sich diese Situation genau darstellt, darüber wollen wir mit Axel
Gehring diskutieren, der sich als Politikwissenschaftler seit vielen
Jahren mit der Türkei befasst und jüngst seine Promotion zu den
EU-Türkei-Beziehungen abgeschlossen hat.

Es laden ein zu dieser gemeinsamen Veranstaltung:
Kurdistan-Soli-Plenum Marburg, gruppe dissident, Marburger
Jugend für den Demokratischen Konföderalismus (MarJDeko):