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Datum/Zeit
Date(s) - 17/02/2017
18:30 - 21:00

Veranstaltungsort
vhs Marburg

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Nur selten werden Politiker von Fußballfans im Stadion gefeiert. Am Samstag, den 24. September, widmete die Heimkurve des FC Liverpool dem gerade wiedergewählten Labour-Vorsitzenden Jeremy Corbyn und dessen engstem Vertrauten und Schattenfinanzminister John Mc Donnell ein großes Transparent. »Uns eint mehr, als uns trennt« und die einfache Aussage »Hoffnung« waren darauf zu lesen.

Diese Episode ist beispielhaft für den Enthusiasmus, der durch den Wahlerfolg Corbyns unter vielen jungen Menschen und bei wachsenden Teilen der britischen Arbeiterbewegung ausgelöst wurde. 59 Prozent aller zahlenden Labour-Mitglieder haben für ihn gestimmt, 60 Prozent derjenigen, die über ihre Gewerkschaftsmitgliedschaft an der Wahl teilgenommen haben, und 70 Prozent der hauptsächlich jugendlichen sogenannten Unterstützer, die sich nach Zahlung eines kleinen Geldbetrages an die Labour-Partei an der Wahl beteiligen konnten.

Jetzt ist die Mitgliedschaft der Labour-Partei auf mehr als 500.000 angewachsen. Laut Corbyn ist sie damit die mitgliederstärkste sozialdemokratische Kraft Europas. Corbyn beschwor in seiner gefeierten Abschlussrede auf dem Labour Parteitag den Aufbruch in den »Sozialismus des 21. Jahrhunderts«. Ist Labour nun zu einer sozialistischen Kraft geworden oder wirken die Parteiausschlüsse und die Schwächung der Gewerkschaften durch Tony Blair und „New Labour“ nach? Hierüber möchten wir mit Christian Bunke (Publizist, Manchester / Wien) diskutieren

Ulf Immelt

DGB-Region Mittelhessen

Gewerkschaftssekretär